10 Gründe, warum ich nicht auf ein iPad verzichten möchte

Schon während dem 30-Tage-Test, ein iPad als Computer zu verwenden, habe ich den Tablet Computer von Apple schätzen gelernt. Kann ich mir heute ein Leben ohne ein iPad vorstellen? Nein, das geht nicht mehr. Denn es hat sich bereits in meinem Alltag integriert und bietet mir viel Spaß und unterstützt mich zudem tatkräftig bei der Arbeit. Hier fasse ich die für mich wichtigsten 10 Gründe zusammen, weshalb ich nicht mehr auf ein iPad verzichten möchte.

1. Infotainment beim Frühstück

Neben der Zubereitung von Speisen und Kaffee gibt es weitere Handlungen, die das iPad optimal übernimmt:

  • Radio einschalten. TuneIn versorgt mich schnurlos per AirPlay und Wifi über die an einer Airport Express angeschlossenen Lautsprecher mit Musik und News vom Lokalsender.
  • Zeitung lesen. Safari zeigt auf dem 9,7“ großen LCD-Schirm des iPad auch die FAZ optimal an. Leider sind die Verlagshäuser der Lokalpresse mit Apps noch sehr zurückhaltend, denn das Lese-Erlebnis ist mit diesen noch besser, als mit der Web-Seite.
  • Social Network. Flipchart fasst meine Facebook und Twitter Kanäle in eine Art Zeitschrift zusammen. So macht das Lesen der Zeitleiste Spaß. Auch Antworten, Gefällt mir und Retweet funktionieren direkt im Artikel einer Meldung.
  • E-Mail. Ein kurzer Blick in Mail, wer über Nacht geschrieben hat.
  • Tagescheck. Ein kurzer Blick in den Kalender und OmniFocus verrät mir was heute ansteht.
  • Geistesblitz erfassen. In iThoughts per Fingertipp eine Mindmap erstellen oder aktualisieren.

Frühstücken sollte man zwischendurch nicht vergessen. Auch die Finger sollten dem Touchscreen zuliebe nicht vor Marmelade und Honig kleben.

2. Kreative Arbeit

Meine besten Ideen und Gedanken zu Projekten bekomme ich fast nie am Schreibtisch. iThoughts, OmniGraffle und OmniFocus auf dem iPad helfen mir an einem bequemen Ort meine Gedanken sofort digital zu erfassen. Für Zeichnungen und Mindtrees hat das iPad die richtige Größe und per Fingerstreich lassen sich Elemente einfach verschieben und neu ordnen. Zudem unterstützt das Fast-App-Switching per Doppelklick auf den Home-Knopf das schnelle Umschalten zwischen den Apps. So kann ich bequem auf dem Sofa abhängen und mit dem kleinen aber leistungsstarken Tablet kreativ wirken und Projekte vorantreiben. Zuletzt bietet es mit den iWork Apps noch die Möglichkeit an Dokumente, Kalkulationen und Präsentationen zu arbeiten.

3. AppStore & iTunes

Der AppStore hat unlängst die 10.000.000.000 App auf iOS geladen. In Worten: 10 Milliarden, seit 2007! 350.000 Apps gibt es dort insgesamt und speziell für das iPad geschriebene Apps warten etwa 60.000 auf einen Download. Diese Anzahl lässt kaum Wünsche offen, dennoch entwickelt sich das Angebot laufend weiter. Das Suchen und Laden einer App ist im AppStore einfach und per 3 Fingertipps erledigt. Die Abrechnung von kostenpflichtigen Apps erfolgt per Kreditkarte oder Bankeinzug durch Apple. Zudem prüft Apple alle neuen Apps bevor sie im Store angeboten werden. Das gibt dem Anwender eine grundsätzlich hohe Qualität der Apps und auch Sicherheit.

Im iTunes Store funktionieren das Suchen und Laden wie im AppStore kinderleicht. Besonders das Video-Angebot lässt aber noch Wünsche offen. Oft sind die Videos recht teuer und bieten im Vergleich zu einer DVD nur wenige Funktionen, wie z.B. Originalsound und Untertitel. Dafür gibt es aber auch viele Filme im HD-Format, die der Qualität einer DVD übersteigen.

Ein Song, Film, eine Serie, oder App ist jedenfalls im Handumdrehen gekauft und je nach Dateigröße auch geladen und verwendbar. Inzwischen hat Apple auch auf dem Mac einen AppStore eingerichtet, der den selben Komfort für Programme auf dem Rechner bietet.

4. Präsentation

Zu einem Vortrag mit einer Präsentation gehörte es bislang dazu, sein Notebook an den Projektor anzuschließen. Nun sind Notebooks nicht gerade unhandlich, aber im direkten Vergleich zum iPad schon. Das iPad ist leichter und hat keinen Monitor, der aufgeklappt werden muss. Zudem nimmt das iPad weniger Stellfläche in Beschlag. In der Tasche von Apple (als Zubehör erhältlich) kann man das iPad leicht angewinkelt flach auf das Rednerpult oder einem Tisch platzieren und es per VGA-Adapter (Zubehörartikel) an den Projektor anschließen. Das Bildschirmformat 1.024×768 ist eine gängige Größe für Präsentationen in PowerPoint oder Keynote. Die Keynote App beherrscht viele Übergänge und Animationen, so dass auch mit einem iPad die Präsentation ansprechend dargestellt werden kann. Gerade bei diesem Vorgang habe ich schon ruckelnde Netbooks erlebt, die mit den grafischen Anforderungen einer Animierten Präsentation mit MultiMedia-Inhalten gar nicht zurecht kamen. Über den Touchscreen lässt sich die Präsentation leicht steuern und die Darstellung der Moderatoransicht anpassen.

5. Spiel und Spaß

Die grafische Leistung, der große Bildschirm und der gute Sound (über Kopfhörer) machen bei Computerspielen auf dem iPad richtig Spaß. Zudem gibt es im AppStore eine große Auswahl an Spielen, die wohl jeden Geschmack treffen dürften. Auch die Steuerung über den Bewegungssensor ist leicht zu erlernen und macht Spaß. Filme und Serien auf dem iPad lassen bald einen Fernseher nicht mehr vermissen.

6. Google StreetView

Während man in Deutschland noch angsterfüllt gegen Google StreetView Einspruch erhebt, weil evtl. sein Haus im Internet zu sehen ist, das viele tausend Menschen auch schon live gesehen haben, kann man in anderen Ländern auf Sightseeing-Tour gehen. Mir macht es viel Spaß auf diese Weise Metropolen zu bereisen, die ich leider noch nicht live entdecken konnte, bzw. noch einmal an Reiseziele zurück zu kehren. Mit der Karten App bietet das iPad eine bequeme Art zu Reisen. Interessante Dinge lassen sich durch Fingertippen heran zoomen und auch speichern.

7. Social Media

Natürlich bin auch ich vernetzt und mit dem Internet verwoben. Zunächst mal blogge ich, bin aber auch auf Facebook und Twitter, sowie seit kurzem auch auf YouTube. Hier macht sich bemerkbar, dass der Computer immer mehr nur zur Arbeit verwendet wird, das iPad mehr für die Dienste im Internet. Die Beträge prüfen, pflegen und neue schreiben funktioniert mit dem iPad wunderbar. Die Twitter App z.B. bietet viel Komfort dazu, mehr als dessen Derivat auf dem Mac und im Web. Flipchart setzt hier beim Lesen Maßstäbe in Sachen Komfort, hat aber noch einige Schwächen beim Schreiben zu überwinden.

8. Bildschirmtastatur

Die Tastatur auf dem berührungsempfindlichen Bildschirm ist im Querformat gut im 10-Finger-System zu bedienen. So lassen sich auch längere Texte ohne große Probleme schreiben. Allerdings muss man sich daran gewöhnen, dass die nicht tippenden Finger nicht auf den Tasten/Bildschirm aufliegen dürfen. Aber nach etwas Übung kann ich auch längere Mails schreiben, die auf dem iPhone sehr viel kürzer ausfallen. Die Tastatur des iPad im hochkant Format ist mir allerdings zu groß geraten. Hier kann man nur mit dem 2-Finger-Hack-System schreiben und dazu liegen die Tasten umständlich weit auseinander.

9. Robuste Verarbeitung

Mir blieb das Herz stehen, als mir mein iPad aus der Hand auf den Fußboden fiel. Ich hatte schon eine Delle im Alu-Rücken erwartet, oder schlimmer noch: ein gesprungenes Glas. Aber nichts dergleichen ist geschehen, es funktioniert auch noch tadellos. Auch der Monitor hat keine Pixelfehler bekommen. In der gummierten Hülle von Apple ist es besser geschützt und lässt den Transport des iPad in einer Aktentasche oder im Koffer problemfrei zu. Mein iPhone 3G mit dem Rückenteil aus Kunststoff hatte an den Kanten einige Kratzer bekommen, das Alu des iPad hat noch nichts dergleichen und sieht – von vielen Fingerabdrücken abgesehen – noch aus wie neu. Apropos Fingerabdrücke: Mit der Apple Hülle wird auch ein Microfasertuch geliefert, das mit einem Wisch die Fingerabdrücke wieder vom Glas entfernt. Das Glas hat nämlich eine besondere Beschichtung, deshalb sollte es nie mit Glasreiniger geputzt werden!

10. Lange Akkulaufzeiten

In den 5 Monaten, die das iPad nun bei mir in Betrieb ist, habe ich noch nie einen leeren Akku erlebt. Die Laufzeit von 10 Stunden ist realistisch und sinkt nur dann, wenn man wirklich meint 10 Stunden Ballerspiele oder Videos genießen zu wollen. Auch Web-Radio mit AirPlay hat erstaunlich wenig Effekt auf den Akku. Nach 1 Stunde Ladezeit werden zudem 80% Ladeleistung erreicht, die wiederum für ca. 6 – 7 Stunden Laufzeit reichen. Für eine komplette Ladung benötigt das iPad allerdings ca. 4 Stunden, die sich besonders nachts gut realisieren lassen.

Wo steht das iPad heute zur Konkurrenz? Das iPad ist aus meiner Perspektive besser als der Wettbewerb mit Tablets und Netbooks. Im direkten Vergleich mit den alternativen Produkten, die es bis heute auf dem Markt gibt, werden die 10 Punkte dieses Artikels vom Wettbewerb nur sehr mäßig erfüllt. Am meisten hat mich noch das 7“ Samsung Galaxy mit Android OS und dessen Umgang mit Flash auf Web-Seiten enttäuscht. Die Leistung sank ins Nirvana und die Darstellung ist auffallend häufig verhunzt. Da Flash als ein häufiges Argument gegen ein iPad verwendet wird, hätte ich mehr von Android erwartet. Der AppStore und iTunes sind ein weiteres Argument gegen den Wettbewerbern. Für jede Aufgabe gibt es bei Apple eine geprüfte App, die auch funktioniert. Das ist bei Android leider ein Lotteriespiel und vom Gerät abhängig. Dazu kommen noch die Sicherheit von iOS (bei aktiviertem Sicherheitscode) und die gute Integration in Firmennetzwerke (auch per VPN) sowie MS Exchange. Aber die Entwicklung hat gerade erst begonnen! Der Wettbewerb wird 2011 weitere Geräte auf dem Markt bringen und auch Apple scheint demnächst mit der 2. Generation des iPad zu kommen. Und mit steigenden Kundenzahlen werden nicht nur die Droids und WinMobiles besser, auch neue Anwendungen werden auf dem Markt kommen. Heute wurde z.B. eine täglich erscheinende Zeitschrift „The Daily“ veröffentlicht, die speziell für das iPad und dessen Funktionen erstellt wurde.

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10 Dinge, die ich am iPad vermisse (bzw. die iPad2 bieten sollte)

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