iPad nur bedingt businesstauglich?

Oft lese ich von sog. Analysten die Aussage, das iPad und iPhone seien nur bedingt Businesstauglich. Da ich beides für mein Geschäft einsetze, bin ich ob solcher Überschriften stets darauf gespannt, was ich falsch mache. Gestern stand ein Artikel in der Zeitschrift CIO, in dem wieder die Businesstauglichkeit des iPad 2 sehr kritisch betrachtet wurde.

Folgende Argumente wurden gemacht:
Zitat: „…Kein Remote-Löschen der Daten, kein Kill-Switch für den Zugang zum internen Firmennetz und keine Verschlüsselung.“

Wer einen Sicherheitscode auf dem iPad 2 aktiviert, verschlüsselt alle Daten automatisch. Allerdings sollte der Sicherheitscode *vor* dem Einrichten gesetzt werden, ansonsten habe ich hier eine Anleitung wie die Verschlüsselung nachträglich aktiviert werden kann. Die Daten werden dann mit 256-bit AES verschlüsselt gespeichert.

Das Remote-Löschen beherrscht das iPad schon von Anfang an über den MobileMe Dienst von Apple. Aktuell muss man nicht einmal ein MobileMe-Abonnement abschließen, sondern kann den Dienst Find-My-iPad gratis verwenden. Man muss sich nur dazu einmalig registrieren. Dann stehen auch die Möglichkeiten einen Text mit nervendem Ton auf das iPad zu schicken, oder es mit einem Sicherheitscode zu sperren. Das Fernlöschen funktioniert einwandfrei, sobald sich das iPad mit dem Internet verbindet.

Den Kill-Switch für den Zugang zum Firmennetzwerk verstehe ich nicht. Wenn das iPad gestohlen wird, kann ein Netzwerkadmin das WLAN im Unternehmen mit der MAC-Adresse des iPad so konfigurieren, dass es sich nicht mehr anmelden kann. Um per Internet auf das Firmennetz zu gelangen, müsste der „neue Besitzer“ den Sicherheitscode knacken, damit er das iPad benutzen kann.

Ein weiteres Argument ist die Pflege der iPads im Unternehmen. Apple bietet ein Konfigurationsprogramm für das Asset-Management von iOS-Systemen an. Selbst wenn ein Anwender unterwegs sein iPad zerstört und ein Leih-Gerät bekommt und gerade seinen Rechner mit iTunes und den iPad-Backups nicht zur Hand hat, kann der Support eine Konfig-Datei per E-Mail verschicken. Dann braucht nur vorab ein E-Mail-Konto eingerichtet werden, und dann auf den Anhang der besagten Mail getippt werden, dann steht die Verbindung zumindest wieder. Der Anwender kann dann im App Store die benötigten Apps nachladen. Die Daten der Apps sind zwar wieder erst nach einem Restore mit iTunes am Rechner verfügbar, aber die Verbindung zu den Dokumenten in der Cloud und zur Firma ist da, ebenso wie die E-Mails, Termine und Adressen.

Des weiteren Verfügt das iPad über zahlreiche Möglichkeiten für VPN, inkl. RSA SecurID und der Anschluss an MS Exchange.

Multi-Tasking ist auch ein beliebtes Märchen, was das iPad angeblich nicht kann. Beispiel: Während einer Navigation mit der TomTom App, oder der von Navigon, kann der Anwender den iPod benutzen und Musik hören, oder gar einen Film betrachten. Die Navigation läuft im Hintergrund weiter, auch wenn TomTom nicht mehr im Vordergrund läuft, was man an den Anweisungen und der Kompassnadel in der Statusanzeige bemerkt. Und während ich bereits navigiert werde und Musik höre, kann ich auch meine Mails lesen, die per Push im Hintergrund bereits aufs iPad geladen werden, usw.

Sicher, die Tablets anderer Hersteller sind bestimmt nicht schlecht, das steht hier gar nicht zur Debatte. Nun frage ich mich aber schon, waren das die selben Analysten, die in den USA das Hypothekengeschäft beraten haben? Was sind denn die harten und echten Fakten, warum man ein iPad nicht im Business verwenden könnte, oder sollte?

Siehe auch:
Security Overview iPad von Apple

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